Über die FF-Beuel

Die Löscheinheit Beuel, besteht aus 39 ehrenamtlich aktiven Mitglieder der Feuerwehr Bonn, die sich zur Aufgabe gemacht haben, dem Bürger in öffentlichen Notlagen Hilfe zu leisten. Zusammen mit den Löscheinheiten Geislar, Holtorf, Holzlar und Oberkassel sowie der Berufsfeuerwehr Wache 2, gewährleisten wir den Brandschutz im Wachkreis 2 (Beuel). Zusätzlich ist die Löscheinheit Beuel im Wachkreis 2 Stützpunktwache und maßgeblich im Hochwasser tätig.
Desweiteren haben wir eine Jugendfeuerwehr, in der alle Kinder und Jugendlichen ab 10 Jahren in den Feuerwehrdienst Einblick erhalten können. Unsere Jugendfeuerwehr hat zur Zeit 18 Mitglieder.
Die Jugend übt außerhalb der Ferien immer Donnerstags von 18:00 bis 20:00 Uhr.
Wer von euch zwischen 10 und 17 Jahren alt ist, und Interesse hat ist herzlich dazu eingeladen sich unsere Jugendfeuerwehr mal anzuschauen.

Die entstehung der Wehr

Auszug aus unserer Chronik

Die Erlasse und schließlich das Gesetz über die Einrichtung des Feuerlöschwesens vom 21. Dezember 1904, das der Oberpräsident der Rheinprovinz am 30. November 1906 in Erinnerung brachte, überzeugten die verantwortlichen Männer im Rathaus mehr und mehr von der Notwendigkeit, den bisherigen, auf Selbsthilfe beruhenden Brandschutz neu zu organisieren. Am 21. Januar 1907 übermittelte der Kreisausschuß dem Bürgermeister einen Erlaß des Oberpräsidenten, in dem es u.a. hieß: "Im Übrigen ist, solange in ihren Gemeinden solche von Herrn Regierungspräsidenten anerkannte Wehren noch nicht bestehen, ungesäumt zur Bildung von Pflichtfeuerwehren zu schreiten." Auf einem Fragebogen, der bis zum 1. März 1907 beantwortet werden mußte, wurde die Zahl der Einwohner mit 13.743 und die der bewohnten Gebäude mit 1.994 angegeben und erklärt: "Die Gemeinde wird eine Freiwillige Feuerwehr einrichten". Die Vorbereitungen zogen sich noch ein Jahr lang hin. Am 23. Juli 1908 konnte Bürgermeister Breuer dem Landrat melden: "Die Einrichtung einer Freiwilligen Gemeinde-Feuerwehr ist beschlossen worden".

Der damalige Kreisbrandmeister Dr. Schwann (Bad Godesberg) stand der Gemeindeverwaltung beim Aufbau der Wehr tatkräftig zur Seite. Sein Ziel war es, die Wehrmänner aus dem ganzen Gemeindegebiet in mehreren kleinen Löschzügen zusammenzufassen. Er machte auch Vorschläge über die Standorte und Ausrüstung der einzelnen Abteilungen und gab am 28. April 1908 dem Bürgermeister die Anregung: "Hier gestatte ich mir nochmals höflichst darauf aufmerksam zu machen, daß Sie gütigst Nachdruck darauf legen wollen, daß die als Führer bzw. Instrukteure für ihre Wehren ausgewählte Herren vorerst selbst gründlich und tüchtig ausgebildet werden, bevor selbe mit dem Drill der Mannschaft beginnen. Was im Anfang verkehrt und falsch eingeübt ist, ist später kaum wieder herauszubringen".

Am 16. Juli 1908 erließ Bürgermeister Breuer einen Aufruf an die Bürger der Gemeinde Vilich zur Gründung der Wehr. Sofort meldeten sich 33 Männer. Damit war die Feuerwehr, die nach dem Grundgesetz des Feuerwehrverbandes der Rheinprovinz aus dem Jahre 1907 ausge- bildet und ausgerichtet werden sollte, ins Leben gerufen. Zum Oberbrandmeister wählte der Gemeinderat am 21. September 1908 den Apotheker Dr. Ludwig Bayer und zu dessen Stellvertreter den Gemeindeverordneten Carl Schugt. Es wurden zunächst zwei Löschzüge gebildet, der erste in Beuel - dem Brandmeister Gastwirt Knipp unterstellt - und der zweite in Schwarz- und Vilich-Rheindorf unter der Führung des Brandmeisters Heinrich Kemp, der als Vollziehungsbeamter in Diensten der Gemeinde stand. Die ersten Stellvertreter der Brandmeister waren in Beuel Dachdeckermeister Johann Burgunder und in Rheindorf Stukkateuer Gerhard Klütsch. Oberfeuerwehrmann Krudwig von der Berufsfeuerwehr der Stadt Köln übernahm die Ausbildung der beiden Löschzüge, die in Steiger-, Spritzen- und Ordnungsabteilungen gegliedert wurden. Auf dem Hofe der kath. Schule und dann auf dem Platz am Gaswerk in der Maarstraße wurde fleißig geübt. Die Gemeindeverwaltung beschaffte Geräte und Uniformen. Ein hoher Steigerturm wurde auf dem Übungsplatz errichtet und am 16. März 1909 eingeweiht.